In einem hochjubelnden Bericht gab die ultrarechte Gruppierung „pro NRW“ gestern stolz bekannt, dass Tobias Nass als Direktkandidat nominiert und zum Kreisvorsitzenden gewählt wurde. Dass Nass bis 2005 Mitglied der NPD war, verschweigt die „Bürgerbewegung“ dabei natürlich.
„Die Stimmung für pro NRW in Solingen ist gut, sehr gut, um genau zu sein“. Mit diesen Worten beginnt der Artikel, in dem die pro-Bewegung die neue Solinger Hoffnung der extremen Rechten proklamiert: Tobias Nass. Er wird künftig als Direktkandidat für den Solinger Wahlkreis I sowie als pro-NRW-Kreisvorsitzender für Solingen fungieren. Nass habe sich erfreut über die große Zustimmung gezeigt, heißt es. Zudem sei er zuversichtlich, dass es seiner Mannschaft und ihm in Rekordzeit gelingen werde, die Wahlteilnahmevoraussetzungen zu erfüllen.
In diese Mannschaft, die im bergischen Städtedreieck für „pro NRW“ aktiv ist, passt Nass scheinbar wie der Topf zum Deckel: Bis 2005 kandidierte Nass noch mit der Leverkusener NPD für den Landtag. Auch Günther Kissel, Solinger Unternehmer und rechtsextremistischer Drahtzieher sowie leidenschaftlicher Verehrer der Waffen-SS, ist Mitglied der „Bürgerbewegung“. Daniel Eckhardt, seines Zeichens pro-NRW-Kreisbeauftragter für Remscheid, ist für seine neofaschistische Grundhaltung bekannt – was sich unter anderem in seiner Zeit in Jugendarrest wegen eines Überfalls auf eine ältere Frau ausdrückt. Blickt man noch tiefer in die bergische Pampa, findet man in Radevormwald unter anderem mit Tobias Ronsdorf und Stephan Homberg gleich mehrere rechtsextrem angehauchte Subjekte, die offenbar die angebliche „demokratische“ Grundhaltung der „Bürgerbewegung“ ausdrücken sollen. Ein räumlich konzentriertes Milieu also, in das Tobias Nass perfekt hineinpassen dürfte.
Quelle: Antifa Wipperfürth

